Tapeten / Jim Thompson

  • Jim Thompson Tapeten - Farbfachhandel Horst Hubka, München
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Jim Thompson

Die Geschichte hinter unseren Stoffen führt zurück zu James H.W. Thompson. Jim Thompson, ein amerikanischer Architekt und Kunstsammler wurde 1906 geboren und studierte später an der renommierten Princeton Universität. Als er 1930 als Architekt in New York tätig war, entdeckte er sein Faible für Bühnen- und Kostümdesign. Er machte seine Leidenschaft zum Beruf und wurde Direktor des Ballet Russe von Monte Carlo, ein Ableger des bedeutenden russischen Ballettensembles.

Nachdem Jim Thompson im zweiten Weltkrieg gedient hatte, ließ er sich in Bangkok nieder. Den Amerikaner begeisterte die thailändische Kultur: Insbesondere die originelle Webkunst der Thai Seide mit ihrer Vielfalt in Farbe und Struktur faszinierte den jungen Mann.

Maschinelle Produktion und die Erfindung der synthetischen Fasern gefährdeten damals das Handwerk der Webkunst. Jim Thompson trotzte diesem Wandel - er ahnte dass Thai Seide für Stoffliebhaber in Amerika und Europa eine wundervolle Entdeckung bedeutete. Da die Möglichkeiten im damaligen Entwicklungsland Thailand begrenzt waren, setzte sich Jim Thompson für finanzielle Hilfe aus dem Westen ein. Der junge Unternehmer machte es sich zur Lebensaufgabe die lokalen Herstellungsmethoden der Webmanufakturen und Seiden Farmen zu fördern und unterstützen. Er schuf ein gut organisiertes Netzwerk verschiedener Handwerkskünstler und führte diese an die neuesten Techniken und Designs heran. 1950 legte er den Grundstein für die Thai Silk Company die er größtenteils in die Hände von Einheimischen legte. Sein Wunsch war es, das traditionelle Leben und die Kultur lokaler Weber und Landwirte zu erhalten.

Durch seinen Aufenthalt in New York war Jim Thompson in der Kunst und Design Szene kein Unbekannter. Seine persönlichen Verbindungen in die Interior-und Modewelt erleicherten die Verbreitung der neuen Stoffe durch westliche Medien in Europa und Amerika.

Es dauerte nicht lang bis Jim Thompson Fabrics seinen Platz zwischen Interiordesigner, Modeschöpfer und Kostümbildner einnahm. In den 1960er Jahre hatte es die Thai Seide geschafft, was dem Gründer vorgeschwebt hatte: Ein edler Stoff, weltbekannt, dessen aufwendige Herstellung tausenden thailändischen Familien zu Gute kam.

Im Jahre 1967 verschwand der Namensgeber und Schöpfer auf mysteriöse Weise auf einer Reise in Malaysia. Das Unternehmen jedoch blieb: Es wurde in seinem Sinne weitergeführt und folgte den Idealen seines Gründers bezüglich Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit. Das Lebenswerk Jim Thompsons wuchs von 100 Mitarbeitern bis zu über 3.000 zum heutigen Tag.